07.08.2021 Pedelec/E-bike - Sicherheitstraining mit dem ADFC

 Die erste Veranstaltung des SSR-Renningen mit einem Pedelec/E-bike Training am vergangenen Samstag für Senioren war ein voller Erfolg. Weder Corona noch das Wetter konnten den 12 Teilnehmern einen Strich durch die Rechnung machen. 
Für Senioren ist ein Pedelec zu fahren nicht gefährlich, aber für viele ungewohnt. Die stärkere Beschleunigung, die zügige Geschwindigkeit sowie das höhere Gewicht sind hier besonders zu beachten. Gleichwohl bietet es leichteren Radspaß und die Möglichkeit Touren zu unternehmen, die mit dem normalen Fahrrad nicht mehr möglich scheinen. Die Trainer Karle und Reiner informierten uns, was schon am Beginn einer Radtour zu beachten ist, wie z.B Wettervorhersage, richtige Kleidung, sowie ein kleiner Check im Hinblick auf Reifendruck, Beleuchtung, Bremsen und fester Sattel.
So übten wir sicher anzufahren, richtiges und rechtzeitiges Schalten, sicheres Bremsen mit dem Ziel einer deutlichen Verkürzung des Bremsweges. Wir übten verschiedene Kurventechniken und wie wir Hindernissen im städtischen Umfeld am besten ausweichen und zuletzt auch das Fahren auf schmaler Fahrbahn. Alle Teilnehmer/innen konnten ihre Fragen anbringen, Schwächen üben und berichteten
am Ende des Trainings über neue persönliche Erfolge und eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls. Auch der Vorsitzende des ADFC-Renningen, Jörg Stenner, konnte seine Fachkompetenz einbringen.
Wir danken Trainern und Teilnehmern für eine gelungene Veranstaltung und wünschen mit den neuen Erfahrungen viele schöne und unfallfreie Radtouren. Die Veranstaltung fand Corona-konform statt.

 


Erster Hilfe Vorträge

Erster Hilfe Vortrag 21.09. und 28.09.2021 mit Frau Grossnick, DRK Kreisverband Themen: Sturzprophylaxe, Bewusstlosigkeit, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Es war nur ein kleiner Überblick zu den o.g. Themen. Ein intensiver Kurs über 4h mit Übungen könnte im Frühjahr 2022 beim DRK gebucht werden. Wichtig ist es keine Angst beim Helfen zu haben, keine Angst einen Notruf zu tätigen und unbedingt Hilfe holen! Beim Notruf: 112 gibt es keine 5 W-Fragen mehr, sondern nur noch 3: Wo, Wer und Warten auf Rückfragen und Ortsangaben machen.
GPS-Ortung geht nur, wenn der Anrufende sagt, ich weiß nicht wo ich bin, bitte orten Sie mich. Sturzprophylaxe: verschieden Sturzquellen in der Wohnung, es gibt die Möglichkeit zuhause eine Wohnberatung mit einem Berater des DRK anzufordern.
Infarktzeichen: Starke Schmerzen im Brustkorb oder ausschließlich hinter dem Brustbein – oft strahlen diese Schmerzen auch in andere Körperteile aus wie Arme, Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder Schulterblätter. Massives Druck- bzw. Engegefühl und / oder starkes Brennen auf dem Brustkorb. Kalter Angstschweiß und Blässe – als deutliche Anzeichen von Panik oder Todesangst. Atemnot, die schon bei kleinsten Belastungen oder im Ruhezustand auftritt. 
Bei Bewusstlosigkeit: Atemkontrolle: keine Atmung, kein Kreislauf - dann sofort Herzdruckmassage. Leitlinien 30:2 (30xdrücken, 2xbeatmen) Dann sehr wichtig: bei o.g. Symptomen nicht selber fahren, sondern immer die 112 anrufen. Zeit ist Leben!

Vortrag "Vorsorgevollmacht" am 12.10.2021 mit Frau Heidi Konz

 

Eine Frage, die viele Menschen umtreibt:

Wie erreiche ich das mein Leben, wenn ich in einen Zustand gerate, in welchem ich meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann, von der mir bevollmächtigten Person so gelenkt wird, dass ich mich wohl fühle und in Ruhe leben kann. Frau Konz rät: Schreiben Sie jetzt schon alles auf, was Sie z. B. zu Essen mögen, welche Kleidung Sie bevorzugen, welche Musik oder ob Sie überhaupt Musik hören möchten, kurzum, geben Sie alle Dinge von Ihnen preis, die Ihnen wichtig sind und über die wahrscheinlich die wenigsten Menschen wissen. Nur so kann die von Ihnen bevollmächtigte Person wissen, wie sie Ihr Leben gut begleiten und lenken kann. Außerdem
wichtig sind auch intensive Gespräche mit Angehörigen und Personen Ihres Vertrauens, dazu gehören auch Menschen, die nicht bevollmächtigt sind, die aber an Ihrem Leben beteiligt und interessiert sind, wie z.B. Familienangehörige, Freunde, Ärzte, Pflegepersonal.

 

Die Generalvollmacht:

Der Vollmachtnehmer (können mehrere Personen sein) vertritt den
Vollmachtgeber in:
Allen Vermögens, - Renten, - Versorgungs, - Steuer und sonstigen Rechtsangelegenheiten, gerichtlich und außergerichtlich gegenüber privaten und juristischen Personen, sowie

Gerichten und Behörden im In–und Ausland
Die Generalvollmacht
- ist notariell festzulegen und gewährleistet deshalb Rechtssicherheit.
- ist im Außenverhältnis sofort wirksam
- ist vom Vollmachtnehmer notariell an Dritte übertragbar

  (Untervollmachten)
- kann registriert werden
Beratungen und Belehrungen erfolgen vom durchführenden Notar

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht:
entsprechende Formulare sollen weitgehend dabei unterstützen, dass ich mein Leben bei Erkrankung in Frieden leben kann.

Die Formulare können auf der Homepage des Kreisseniorenrates Böblingen e.V. (www.kreisseniorenrat-boeblingen.de) heruntergeladen werden.


Fazit: Sowohl eine Generalvollmacht wie auch die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind dazu ausgerichtet, mir ein ruhiges Leben in Krankheit zu gewährleisten. Deshalb die dringende Empfehlung, sich die Zeit und Mühe zu nehmen und alle Formulare ausfüllen und bereitlegen nebst der Information, wo diese Formulare (möglichst zusammen abgelegt) zu finden sind.